Lahntal

Von der Quelle im Rothaargebirge bis zur Mündung der Lahn in den Rhein erstreckt sich das Lahntal auf über 240 Kilometern. Es bietet seinen Besuchern üppige Waldlandschaften, sprudelnde Bäche, herrliche Ausblicke auf mittelalterliche Burgruinen und Schlösser und dazwischen immer wieder vom Fachwerk geprägte malerische Städtchen. Die Landschaftsbilder des Lahntals sind sehr abwechslungsreich: Rothaargebirge, Burgwald, das Lahn-Dill-Bergland, Westerwald und Nordtaunus – jede einzelne Region für sich besonders und sehenswert.

Viele Menschen kennen das Lahntal nicht. So wird es auch einigen Ihrer Reisegäste gehen. Einzig die Stadt Limburg war in den Medien, weil es da so einen verschwenderischen Bischof gab. Aber die Stadt hat diesen Skandal zu eigen gemacht und bietet inzwischen Führungen durch Tebartz-van Elsts Protz-Garten an. Lassen Sie uns gemeinsam eine Reise in das wirklich sehenswerte Lahntal mit seinen kleinen Schätzen unternehmen, um dann gemeinsam Ihre Reisegäste zu überzeugen, dass sie da hin müssen!

Wir starten mit einem Ausflug nach Weilburg und lernen die Barocke Residenzstadt an der Lahn bei einem geführten Stadtrundgang kennen. Ein kostümierter Gästeführer nimmt uns mit zu einem Streifzug durch 500 Jahre Architekturgeschichte. Da lacht die Fotokamera, denn Motive finden wir hier allerhand.

Anschließend begeben wir uns ins Schloss Weilburg, das eindrucksvoll auf einem Bergsporn hoch über der Lahn gelegen ist, sehr romantisch! Vor 700 Jahren entwickelte sich das Schloss zur Residenz des Hauses Nassau-Weilburg und die reich ausgestatteten Innenräume sowie die barocke Gartenanlage mit Orangerie erinnern noch heute an den Glanz dieser Epoche und die höfische Lebensart. Für Liebhaber klassischer Musik interessant: In den Sommermonaten finden hier auch regelmäßig die Weilburger Schlosskonzerte statt.

In der Kanzlei, dem ehemals fürstlich-nassauischen Regierungsgebäude am Schlossplatz, befindet sich das Bergbau- und Stadtmuseum. Was nicht viele wissen: Weilburg war bis Anfang der 1950er Jahre ein bedeutendes Zentrum des Eisenerzbergbaus. Die hautnahe Begegnung mit betriebsbereiten Maschinen unter Tage und die Grubenatmosphäre im “Tiefen Stollen” macht den Besuch in Hessens ältestem Bergbaumuseum zu einem einprägsamen Erlebnis. (Akkulaufzeit der Fotokamera gecheckt? Auch hier gibt es wieder viel festzuhalten.) Im Stadtmuseum erfahren wir etwas über Konrad - den ersten deutschen König -, die Hexenprozesse und vieles mehr.

Am Abend unternehmen wir von unserem Hotel in Löhnberg aus eine Fackelwanderung durch die Gassen des kleinen Örtchens hinauf zur Laneburg, wo uns je nach Jahreszeit in den restaurierten Ruinengemäuern ein Glühwein oder ein Sommerdrink serviert wird. Zum Wohl! Der Hotelier erzählt uns dabei allerhand Sagen und Geschichten über die beeindruckende Burg.

Unsere nächste Etappe führt uns nach Kubach, wo ca. 70 Meter unter der Erdoberfläche die Kubacher Kristallhöhle auf die "Entdecker" unter uns wartet. Allerdings erst nach einem Abstieg von 347 Stufen, da stellt sich heraus wie fit man noch ist. Sie ist mit 30 Metern Höhe die höchste Schauhöhle und die einzige Calcitkristallhöhle in Deutschland. Also Platzangst hat man hier wenigstens nicht, man muss nur mit der Luftfeuchte (85%) zurecht kommen. Unzählige Kristalle und Perltropfsteine warten darauf, von uns bestaunt zu werden und machen den anstrengenden Abstieg wieder lohnenswert.

Wer lieber oben bleibt, kann sich im Höhlenmuseum über Geschichte, Bergbau und Mineralien informieren. Zudem gibt es auch noch ein Freilichtsteinemuseum mit Gesteinsarten aus verschiedenen Epochen der Erdgeschichte. Wir lassen uns keine Steine in den Weg legen und fahren weiter in den Luftkurort Braunfels - eine Wohltat für die mutigen Kristallhöhlenforscher unter uns (Luftfeuchte hier außerordentlich angenehm). Der Ort blickt auf eine über 750 Jahre alte Geschichte zurück, welche bei einer Führung auf unterhaltsame und informative Weise lebendig wird. Nun statten wir den Grafen von Oppersdorff-Solms-Braunfels einen Besuch ab, denn das Schloss Braunfels, in welchem wir einige Räume und die kunsthistorischen Sammlungen besichtigen, ist noch heute bewohnt. Mal sehen, ob der Adel uns empfängt.

Schiff ahoi! Eine Reise in das Lahntal ist nicht vollkommen ohne eine Schifffahrt! Das Ausflugsschiff "Wappen von Limburg" lädt uns zu einer Lahnrundfahrt ein, bei der wir ganz entspannt auf dem Sonnendeck die Umgebung genießen können. Dabei erleben wir auch die Einfahrt in den ältesten deutschen Schiffstunnel in Weilburg.

Wieder an Land zurück in Limburg lernen wir bei einem geführten Rundgang die 1000jährigen Geschichte des noch komplett erhaltenen mittelalterlichen Stadtkerns kennen. Auch der 7-türmige Limburger Dom, ein Meisterwerk rheinischer Spätromanik, ist in dieser mittelalterlichen Altstadt mit einigen der ältesten Fachwerkhäusern Deutschlands einen Besuch wert. Und wenn wir schonmal hier sind, werfen wir auch einen Blick in den Protz-Bau vom ehemaligen Bischof Tebartz-van Elst.

Anschließend reisen wir weiter nach Niederelters, denn hier befindet sich die Selters-Quelle, die in den Jahren des Herzogtums Nassau (1806-1866) der berühmteste Jungbrunnen Deutschlands war. Nicht, dass wir das nötig hätten, aber von dem Wasser dürfen wir trotzdem probieren. Im Selterswassermuseum mit Brunnentempel erhalten wir tiefe Einblicke in die Mineralwasser-Geschichte und erfahren, wie aus einem Sauerborn (Mineralquelle) am Ortsrand von Niederselters in Kurtrierischer Zeit (bis 1802) eine bekannte Heilquelle wurde.

Als nächstes steht die Goethe- und Optikstadt Wetzlar auf dem Programm. Ihnen ist sicher bekannt, dass Goethe hier sein wohl bekanntestes Werk „Die Leiden des jungen Werthers“ schrieb, daher gehen wir auf Spurensuche und besuchen das Lottehaus. Bilder und Kupferstiche, Briefe, Möbel sowie Haushaltsgegenstände erinnern an Goethes Besuche hier bei Charlotte Buff. Zwei Räume im ersten Stock des Museums enthalten eine ständige Ausstellung zur Entstehung und Wirkungsgeschichte von Goethes erstem Roman.

Das Jerusalemhaus bildet das literaturhistorische Pendant zum Lottehaus, denn hier lebte der braunschweigische Legations-Sekretär Karl Wilhelm Jerusalem, der als Vorbild für die Romanfigur des „Werther“ gilt. Zudem darf sich Wetzlar als "Stadt des Sehens" bezeichnen (sieh an, sieh an...), denn die optische Industrie brachte es zur Weltbekanntheit. Zu diesem Thema bietet uns das Stadt- und Industriemuseum und das Viseum eine weitere Informationsquelle.

Darüber hinaus darf bei einem Besuch Wetzlars natürlich ein Besuch des Wahrzeichens der Stadt - dem Dom - nicht fehlen. Anschließend besichtigen wir das Kloster Altenberg, welches sich hoch über der Lahn befindet und einen herrlichen Blick auf das Tal und auf Wetzlar bietet. Die Klosteranlage und die frühgotische Kirche können wir bei einer Führung bewundern. Auch die Region rund um Wetzlar war seit der Keltenzeit bis weit ins 20. Jahrhundert geprägt durch den Eisenerzbergbau.

Daher sind wir es diesem Landstrich quasi schuldig, das letzte klassische Eisenerzbergwerk Deutschlands in seinem Originalzustand kennen zu lernen. Im Besucherbergwerk Grube Fortuna unternehmen wir eine Zeitreise ins Erdmittelalter und in die geheimnisvolle untertägige Welt der Bergleute! Bei unserer Besichtigung, erreichen wir den Schacht zu Fuß durch den Stollen. Von dort bringt uns der Förderkorb sicher zur 150m-Sohle. Danach geht es mit der Grubenbahn in den Abbaubereich, wo erfahrene Bergwerksführer die Originalmaschinen vorführen und Arbeitsabläufe sowie Besonderheiten des Gebirges erklären. Glück auf!

Unser letzter Ausflug führt uns in das Kaiserbad Bad Ems, welches uns durch seine prächtigen Bauten und beeindruckende Naturkulisse fasziniert. Bei einem geführten Rundgang sehen wir den Marmor- und Theatersaal, das Barocke Badeschloss mit Brunnenhalle, den historischen Kurpark, die berühmte russisch orthodoxe Kirche und das Stadtmuseum.

Alternativ können wir bei einer besonderen Themenführung in die sprudelnde Welt der Emser Heilquellen eintauchen (nur symbolisch, keine Angst, wir bleiben trocken!). Während eines speziellen Rundgangs erfahren wir mehr über das Heilwasser und seine Wirkstoffe, Indikationen, Therapie und Technik der Förderung sowie über die weltbekannte Emser Pastillen und das Emser Salz.

Ein weiteres Highlight ist die Kurwaldbahn, mit 78 Prozent Steigung eine der steilsten Standseilbahnen der Welt. Hoch hinaus über eine Strecke von 220 Längen- und 132 Höhenmetern, verbindet sie das Kurviertel mit der Bismarckhöhe. An der Bergstation angekommen genießen wir einen imposanten Blick auf Kurstadt, Lahntal und Taunus.

Den perfekten Rahmen für Ihre eigene Reise an die romantische Lahn bietet das GreenLine Hotel zur Krone in Löhnberg, wo Sie nach ihren Entdeckungstouren ins wunderschöne Lahntal in einem Wohlfühlambiente entspannen können.

Und? Konnten wir Sie und Ihre Reisegäste überzeugen, diese Region einmal persönlich kennen zu lernen? Dann rufen Sie uns an und wir beraten Sie zu Ihrer individuellen Reise ins Lahntal.

 

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