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Erholung und Action - Warum jeder das Fichtelgebirge (wieder-)entdecken sollte!

Erholung und Action  - Warum jeder das Fichtelgebirge (wieder-)entdecken sollte!

„Wir fahren ins Fichtelgebirge!“ – fast jedes Mal, wenn ich voller Vorfreude Freunden und Familie unsere Reisepläne bekannt gab, schaute ich in fragende Gesichter. „Wo ist denn das?“ oder „Ach nach Sachsen!?“ - waren die Antworten. Kaum einer kannte es und ich fragte mich, warum? Und die, die es kannten, meinten zu mir, „Ja, da war ich mal in den 90ern“. Wobei ich selbst feststellte, dass ich da auch mal Anfang der 90er war, kurz nach der Maueröffnung als Teenager und leider absolut gar keine Erinnerungen mehr daran hatte.

Wo ist die Mitte?

Das Fichtelgebirge - falls ihr euch jetzt auch fragt, wo das ist - liegt in Bayern, genauer gesagt in Oberfranken und der Oberpfalz bei Bayreuth. Staun. Wir hatten uns diese Region für unseren gemeinsamen Urlaub mit unserer Verwandtschaft aus dem Schwabenländle ausgesucht, weil es fast genau auf der mittigen Strecke zwischen Berlin und Stuttgart liegt.

So hatten alle die gleiche Anfahrtszeit von nur dreieinhalb Stunden mit dem Auto. Ein passendes Domizil fanden wir im GreenLine Hotel Alexandersbad im beschaulichen Örtchen Bad Alexandersbad bei Marktredwitz. Das gemütliche 4-Sterne Hotel hat einen Pool und liegt sehr ruhig am neuen Wellnesszentrum ALEXBAD. Unsere Kinder und die schwäbische Verwandtschaft sind Wasserratten und daher war das ein Hauptkriterium bei unserer Hotelwahl.

Recherche ist alles!

Und wie ich das immer handhabe, recherchierte ich vor dem Urlaub eifrig im Netz nach den Möglichkeiten, was wir als aktive Familie so alles im Fichtelgebirge erwandern und erleben können. Bereits da begann meine Begeisterung für dieses Mittelgebirge und meine Planung unserer Urlaubswoche war schnell gemacht. „Warum waren wir da eigentlich noch nie und warum ist es so unbekannt bei vielen Leuten?“ – fragte ich mich wieder. Nun war die Vorfreude noch mehr geweckt und das einzige, was noch unsicher blieb, war das Wetter. Aber „wenn Engel reisen“ und zur Not waren da ja noch der große Hotelpool und das Badeparadies nebenan.

Ab in den Pool!

Nahezu staufrei erreichten wir fast zeitgleich mit der Verwandtschaft aus Baden-Württemberg das Hotel und konnten schon gleich das Zimmer beziehen. Nach einem leckeren Cappuccino (die Damen), Kakao (Kinder) und lokalem Bier (die Männer) sollte es gleich in den Wellnessbereich mit Sauna, Pool und Massagen gehen.

Ich habe noch nie in Deutschland so einen großen Indoor-Hotelpool gesehen! Da strahlten die Kinderaugen und da wir den Wellnessbereich an dem Nachmittag für uns allein hatten, tobten und tollten wir alle im Wasser wie die verrückten. Auch die nächsten Tage zog es uns nach unseren Ausflügen abends immer wieder zu Pool und Sauna. Sowas muss man ja ausnutzen! Das Hotel Alexandersbad verfügt auch noch über eine Sporthalle mit Squash- und Tennis- und Badmintonplätzen, welche wir gar nicht nutzen, weil wir den ganzen Tag unterwegs waren und viele großartige Abenteuer erlebten.

Hotel Alexandersbad Front
Hotel Alexandersbad Zimmer
Hotel Alexandersbad Schreibtisch
Hotel Alexandersbad Pool

Abends aßen wir gemeinsam im á la carte Restaurant im Hotel und genossen die kreativ umgesetzte und wahnsinnig leckere Bayerische Küche. Schon hier viel uns die lockere Herzlichkeit der Servicekräfte auf, was wir als Berliner wirklich kaum noch kennen – ihr wisst ja, Berliner Schnauze und so… Egal, wo wir die kommenden Tage auch einkehrten, immer fühlten wir uns sofort wohl und hatten wahnsinnig tolle Gespräche mit den Einheimischen. Ich mag die Franken! …Und ihr Essen. Wenn auch sehr fleischlastig… Aber wir haben uns ja viel bewegt 😉

Ich sehe nur Steine…

Unser erster Ausflug führte uns zum 4 Kilometer entfernten Felsenlabyrint auf der Luisenburg in Wunsiedel. Was für ein Abenteuer, nicht nur für Kinder! Zugegebenermaßen erfordert der Rundweg im größten Felsenlabyrinth Europas mit seinen riesigen Felsbrocken umrandet von Höhlen und Schluchten eine gewisse Mobilität und eignet sich nicht so sehr für ältere bzw. körperlich eingeschränkte Besucher oder Kleinkinder. Wir waren morgens gleich die ersten vor Ort und hatten das Areal gefühlt für uns allein. Als wir rausgingen, kamen uns schon mehr Menschen entgegen, also Frühaufsteher werden hier mit einer „Exklusivnutzung“ belohnt!

So wanderten wir aufgeregt auf den Spuren von Königin Luise durch schmale Felsenschluchten den Berg hinauf. Hier und da mussten wir steile Steintreppen hinaufkrakeln oder gebückt unter riesigen Felsen hindurchkriechen. Ja, das war anstrengend, aber zahlreiche Rastplätze baten Möglichkeiten für kurze Pausen und die Aussichtspunkte mit beeindruckenden Panoramen ließen die Anstrengung sehr schnell vergessen. Schnell wurden wir hier in den Bann, der über 300 Millionen Jahre alten Granitsteinformationen gezogen. Etwas geschafft, aber mit viel Adrenalin im Blut, tollen Fotoaufnahmen und voller Stolz kamen wir wieder unten an der Luisenburg an und stärkten uns im Selbstbedienungsrestaurant mit einer Kleinigkeit. Das Felsenlabyrinth hat täglich von 8.30 bis 18.00 Uhr geöffnet. https://wunsiedel.de/tourismus/felsenlabyrinth-luisenburg/

Die Luisenburg übrigens ist eigentlich keine Burg, sondern das älteste Freilichttheater Deutschlands. Alljährlich finden hier zwischen Anfang Juni und Anfang September die beliebten Luisenburg-Festspiele statt. In einmaliger Kulisse können Sie verschiedene Aufführungen bestaunen, denn das Repertoire besteht jedes Jahr aus einem Familienstück, einem Volksstück, einem klassischen Stück und einem Musical. https://www.luisenburg-aktuell.de

Felsenlabyrinth Treppe
Felsenlabyrinth Spalte
Felsenlabyrinth Steine
Felsenlabyrinth Aussicht

Der Berg ruft!

Als nächstes stand ein Ausflug zum zweithöchsten Berg des Fichtelgebirges, dem Ochsenkopf mit seinen vielen erlebnisreichen Attraktionen, auf dem Programm. Es gibt zwei Möglichkeiten, per Seilbahn/Sessellift den 1.024 m hohen Gipfel zu „stürmen“ (Nord- und Südhang). Wir entschieden uns für die weniger frequentierte Südbahn in Warmensteinach, etwa 19 km von Bad Alexandersbad entfernt. Weil wir auch hier wieder recht früh dran waren, erhaschten wir den ersten Parkplatz direkt an der Talstation und waren vor allen anderen auf dem Berg. Pure Idylle! Oben befindet sich der Asenturm, den man über einige Stufen erklimmen kann und von wo aus die Aussicht über das Fichtelgebirge einfach atemberaubend ist. Auch eine urige Gaststätte (beste heiße Schokolade der Welt!) sowie ein Sendeturm, woran man den Ochsenkopf von überall aus erkennt, fanden wir auf dem Gipfel.

Wanderfreunde kommen hier voll auf ihre Kosten, denn von hier aus führen viele Wege zurück ins Tal. Wir gingen einen felsigen Weg entlang zum Goethefelsen. Der heißt so, weil Goethe selbst mal dort war. Wieder ein Abenteuer mit Mega-Panorama und nichts für schwache Füße! Es war für uns Erwachsene schon eine echte Herausforderung, von Felsen zu Felsen zu klettern, um zu versuchen, unsere weitaus schnelleren und angstfreien Kinder einzuholen!

Für den Rückweg entschieden wir uns dann doch wieder für die Seilbahn und wurden bei der Talfahrt wieder mit einer tollen Aussicht belohnt. Wir beobachteten einige verrückte Mountainbiker, wie sie den Downhill Singletrail hinunterschossen und noch verrücktere Kletterfreunde, die sich im Ziplinepark bis zur Talstation hinunterstürzen. Nein, diesmal nicht für uns, da waren wir uns einig. Wir entschieden uns, dann noch nach Bischofsgrün zur Nordstation zu fahren, denn da warteten eine Sommerrodelbahn und die neuere Allwetterrodelbahn "Alpine Coaster" auf uns. Mit max. 40 km/h sausten wir den Berg hinunter und auch hier konnten wir „mal wieder Kind sein“! Herrlich! Auch der Kletterwalk Bischofsgrün und der Flying Fox Parcours mit langen Seilrutschen und Vertikalklettern befindet sich an der Talstation Nord, aber den heben wir uns für unseren nächsten Besuch am Ochsenkopf auf 😉. https://www.ochsenkopf.info

Ochsenkopf Asenturm
Ochsenkopf Goethefelsen
Ochsenkopf Seilbahn
Ochsenkopf Rodelbahn

Ab über die Grenze

Da unser Nachbarland Tschechien nur etwa 20 km von Bad Alexandersbad entfernt liegt, sollte uns am nächsten Tag ein Ausflug dahinführen. Bevor wir die Grenze überquerten, legten wir noch einen kurzen Schlenker über Waldsassen mit seinem wunderschönen Kloster und der berühmten Basilika ein. Der hübsche Ort ist tatsächlich sehenswert, auch für Kulturbanausen!

Kurz nach der Grenze sollte die fast 1.000 Jahre alte böhmische Stadt Eger (Cheb) mit ihrer historischen Altstadt voller architektonischer Schätze unser nächstes Ziel sein. Wir waren besonders beeindruckt vom riesigen Marktplatz mit seinen bunten denkmalgeschützten Häusern, hübschen Cafés und Kunstläden. Rundherum bestaunten wir die Burg von Cheb mit ihrem schwarzen Turm, zahlreiche imposante Kirchen, das neue Rathaus und die vielen Brunnen. Zum Mittagessen kehrten wir in ein Brauhaus ein und ließen uns die typischen Böhmischen Knödel zu Gulasch schmecken. Es wird überall der Euro akzeptiert, ein Umtausch in Kronen ist also gar nicht nötig und es ist tatsächlich auch hier in dieser touristischen Region alles recht preisgünstig.

Nicht einmal 6 km entfernt von Eger liegt der bekannte Kurort Franzensbad (Františkovy Lázně), das kleinste der Bäder des westböhmischen Bäderdreiecks, welches unser nächstes Ziel sein sollte. Hier im ersten Moorbad der Welt flanierten wir entlang der bezaubernden Franzensbader Kurzone mit ihren zahlreichen Kolonnaden und Pavillons. Überall sprudelten Heulquellen und der Ort mit seinen vielen Parks und altehrwürdigen Gebäuden besitzt eine wahnsinnig friedliche Atmosphäre.

Zum Kaffee genossen wir die Karlsbader Oblaten, die frisch gebacken werden und mit einer Vielfalt an Geschmacksrichtungen angeboten werden. Dieser Duft! Überall in der Stadt kann man die süße Köstlichkeit riechen – und man kommt einfach nicht daran vorbei…

Auch die anderen berühmten Bäder Karlsbad und Marienbad währen ein lohnendes Ausflugsziel gewesen, aber wir kommen ja wieder…
https://www.czechtourism.com/de/a/west-bohemian-spa-triangle

Tschechien Waldsassen
Tschechien Eger
Tschechien Franzensbad
Tschechien Oblate

Alte Burgen und hohe Felsen

Direkt unterhalb des Fichtelgebirges befindet sich die idyllische Naturlandschaft der Oberpfalz, geprägt durch zahlreiche fantastische Felsenburgen. Hier wölbt sich der über 900 Meter hohe Granitrücken des Steinwaldes zu einem markanten Landschaftsbild auf und bietet rätselhafte Felsgestalten und ursprüngliche Waldlandschaften – ein pures Abenteuer für alle Großstädter und Flachländer. So begaben wir uns auf den Weg in die Vergangenheit zu Rittern und Burgfräuleins.

Nach einer kurzweiligen Autofahrt durch die idyllische Landschaft erreichten wir Waldeck bei Kemnath und schon von Weitem war sie sichtbar – die Burgruine Waldeck, die Ruine einer Gipfelburg auf dem etwa 641 m hohen Basaltkegel des Waldecker Schlossbergs. Die älteste Burg der Oberpfalz ließ sich vom Parkplatz aus in nur wenigen Schritten bergauf erreichen. Hier konnten wir den Burgturm über viele Wege erklimmen und uns an den Infotafeln zur Geschichte der Burg informieren. Ganz oben angekommen, haben wir lange verweilt und sagenhafte Ausblicke genossen, unter uns das idyllische Dörfchen Waldeck und in der Ferne die Gebirgszüge von Fichtelgebirge und Böhmerwald. Grandios https://www.oberpfaelzerwald.de/burgruine-waldeck

Bei einem Abstecher ins Waldecker GreenLine Hotel Hollerhöfe, zu einem Kaffee erzählte uns die Gastgeberin Elisabeth Zintl von den zahlreichen anderen Ausflugsmöglichkeiten in der Region und empfahl uns einen Besuch im Oberpfälzer Freilandmuseum Neusath-Perschen, im Vulkanerlebnis Parkstein und in der Umweltstation GEO-Zentrum an der KTB. In Kemnath befindet sich zudem ein 18 km langer "Geologischer Lehrpfad", der Wanderern die Schönheit der Landschaft zwischen der Stadt Kemnath, dem Armesberg und Waldeck nahebringt. - Weitere Punkte für unsere Liste beim nächsten Besuch.

Zum Mittagessen in einem typisch bayerischen Lokal machten wir einen Abstecher nach Marktredwitz mit seiner schönen Einkaufsstraße. Danach fuhren wir etwa 20 km weiter in Richtung Friedenfels, um eine weitere Felsenburg zu erobern. Nach einem gemütlichen Spaziergang durch einen dunklen Tannenwald am hohen Steinwaldkamm mit zahlreichen Felsen am Wegesrand erreichten wir auf 846 m Höhe die Burgruine Weißenstein. Ehrfürchtig blickten wir auf eine der spektakulärsten Ruinen der Oberpfalz inmitten einer bizarren Steinformation mit hohen Granit-Felstürmen! Und auch hier konnten wir uns austoben und die gesamte Burg über mehrere Wege und Treppen besichtigen. Oben auf dem Turm erstrahlte ein herrliches Panorama im Sonnenlicht und wir konnten sogar bis zum Bayerischen Wald schauen! http://www.burgruine-weissenstein.de

Burg Waldeck
Burg Waldeck Aussicht
Burg Weissenstein Aussicht
Burg Weissenstein

Leider waren wir dann schon am Ende unseres Kurzurlaubs angelangt. Auf meiner vorbereiteten Liste standen noch etliche Ziele, die wir natürlich nicht geschafft haben, und die ich trotzdem kurz erwähnen möchte, einige sind auch bei schlechtem Wetter geeignet:

  • Wildpark Mehlmeisel
  • Bürgerpark Katharinenberg mit Rotwildgehege und Greifvogelpark
  • Automobilmuseum Fichtelberg
  • Dèvalkartbahn in Oberwarmensteinach
  • Besucherbergwerk "Gleissinger Fels" in Fichtelberg
  • Granitlabyrinth Epprechtstein
  • Factory In Outlet Center Selb
  • Porzellanikon in Selb,
  • Bayreuth
  • Maisel´s Bier-Erlebnis-Welt
  • Kulmbach
  • die Weidener Thermenwelt

Alles in allem kann ich das Fichtelgebirge mit seinen angrenzenden Naturparks in der Oberpfalz und in Böhmen nur empfehlen! Alle, die gerne in der Natur sind, alle Wanderer und alle Kulturfans sind hier genau richtig und können viele wunderbare Dinge erleben!

Es war auch im Vergleich zu unseren anderen Urlaubszielen in Deutschland relativ leer überall, nirgendswo mussten wir lange anstehen und wir hatten oft unsere Ruhe und sind vor allem auf den Naturpfaden selten jemandem begegnet. Die Bayerische Gastlichkeit, die tollen Ausblicke und die atemberaubenden Felsformationen und Burgen werden uns noch lange in Erinnerung bleiben! Wir haben uns oft gefühlt wie ein Kind, konnten Klettern und staunen und daher ist das eine perfekte Gegend für Familien!

Fichtelgebirge Steinwald
Fichtelgebirge Felsen
Fichtelgebirge Ochsenkopf
Fichtelgebirge Waldeck

Zurück zu Hause übrigens, als wir allen Freunden von unserem Abenteuer im Fichtelgebirge berichteten und unser Fotomaterial präsentieren, hörten wir von allen Seiten, dass ein Urlaub dorthin auf jeden Fall auch demnächst fällig wird. Na siehste, da haben wir alle angesteckt. Dich auch??? Freu dich aufs Fichtelgebirge!

Euer Reise-Engel 😉

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