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Spazierengehen und dabei natürlich essen

Ewilpa macht's möglich

Aussicht auf Waldeck und Burg ©André Wirsing

Sie kennen Fast Food, haben auch schon mal Slow Food probiert und sind neugierig auf Street Food? Dann sind EWILPAS genau das Richtige für Sie. Oh, von Ewilpas haben Sie noch nie etwas gehört? Das ist nicht weiter verwunderlich, denn die „Essbaren Wildpflanzenparks“ gehören zu den neuesten und natürlichsten Ess-Kreationen für Jedermann und stellen eine ganz ursprüngliche Form des Essens und Genießens dar.

Das Hauptziel eines EWILPAS ist die gesunde und schmackhafte Versorgung von Lebensmitteln für Jedermann, ohne Geld. Im Gegensatz zu Urban Gardening werden keine pflegeintensiven Gemüsepflanzen in der Stadt angebaut. Grundsätzlich soll kein künstlicher Park geschaffen werden.

„Vielmehr berücksichtigen wir die natürlichen Bedingungen der jeweiligen Standorte und erweitern das natürliche Angebot von Pflanzen um einheimische Kräutern, Sträucher, Stauden und Bäumen. Sowohl Menschen als auch Wildtiere sollen von allen Pflanzen essen können“, so Dr. Markus Strauß, Biologe, Buchautor und Experte für die Themen Wildpflanzen und Kräuter. Außerdem gestaltet er die sogenannten EWILPAS.

Mehr als Permakultur - natürliches Essen für Mensch & Tier

Der neueste „Essbare Park“ wird nun in der Oberpfalz im Ort Waldeck am GreenLine Hotel Hollerhöfe ins Leben gerufen.

Dort werden die noch vorhandenen Pflanzen der ursprünglichen Kulturlandschaft um neue heimische Obstbäume, Kräuter und Blumen ergänzt. Insgesamt besteht dieser EWILPA aus sieben Flächen, die sich auf dem Waldecker Schlossberg befinden, und sechs Flächen in der benachbarten Feldflur westlich von Waldeck. Ein etwa fünf Kilometer langer Wanderweg wird die Besucher durch die Parklandschaft führen. Infotafeln werden auf die wichtigsten essbaren Wildpflanzen hinweisen.

Initiiert hat diesen EWILPA die Familie Zintl von den Hollerhöfen. Im Mittelpunkt der Hollerhöfe steht ein einzigartiges nachhaltiges und komfortables Übernachtungskonzept. Der Holunder spielt dabei eine große Rolle. Ursprünglich wollte Familie Zintl selbst einen Kräutergarten anlegen. Nach längerem Überlegen und dank des zufälligen Kontakts mit Dr. Markus Strauß wuchs die Idee eines EWILPA in Waldeck, verrät Leonhard Zintl. Das war vor zwei Jahren.

Die "Hollerhöfe" waren der Ideengeber für den EWILPA

2017 begann bereits die Pflanzaktion. Es wurden 900 Sträucher und 100 Bäume verschiedener Arten gepflanzt. Unterstützt wurde diese Aktion mit freiwilligen Helfern vor Ort. Auch wenn der „Essbare Wildpark“ weniger Folgekosten verursacht als ein kultivierter Park, da beispielsweise auf künstliche Bewässerung verzichtet wird, so müssen die Pflanzen, Stauden und Sträucher finanziert werden. Die Kosten dafür teilen sich anteilig der Naturpark Steinwald, die Stiftung EWILPA und die Stadt. Die Familie Zintl von den Hollerhöfen wird zukünftig die Ackerbrache bewirtschaften, um neben dem Schwarzen Holunder aus eigenem Bio-Anbau noch weitere „wilde“ Speisen und Getränke anbieten zu können.

Im Juni 2018 wird der EWILPA in Waldeck/Kemnath offiziell eingeweiht.

Helfer bei der Pflanzaktion im November 2017  ©Hans Lukas

Kommentare (1)

  • Peggy

    Peggy

    28 Juni 2018 um 11:18 | #

    Als großer Fan essbarer Wildpflanzen, finde ich die Idee eines solchen Parkes gut. Zum Einen, weil es dem Laien, der sich dem Thema Wildkräuter und Wildobst annähern möchte, die Angst nimmt, versehentlich etwas Falsches oder gar Gefährliches zu essen. Und zum Anderen, weil die Entnahme räumlich begrenzt erfolgt und Raubbau, wie oft bei der Bärlauchernte zu beobachten, höchstens dem Park, abwer nicht dem sensiblen Gefüge der Natur schadet.

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